Dr. Ritter im Gespräch mit Dr. Blumenthal-Beier: Warum die Primärztversorgung entscheidend ist

Shownotes

Zum Tag der Hausarztmedizin am 13. Mai hat Podcast-Gastgeber Dr. Wolfgang Ritter, 1. Landesvorsitzender des Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, mit Dr. Markus Blumenthal-Beier, Co-Bundesvorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, über die aktuelle Gesundheitspolitik gesprochen. Die beiden Fachärzte für Allgemeinmedizin betonten dabei, wie wichtig die auch im Koalitionsvertrag festgelegte Primärarztversorgung für eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten ist. Das hochinteressante Gespräch wurde am 17. April am Rande des Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärztetages in Regensburg aufgezeichnet.

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00:00:03: Herzlich willkommen zu Bayern-Doc, dem Podcast

00:00:06: des Bayerischen Hausärztinnen

00:00:08: und Hausärzteverbandes.

00:00:10: Heute mal eine Folge zu einem speziellen Event nämlich am threizehnten Mai im Jahr ist der Tag der Haushaltsmedizin statt der jährlich vorkommt und wir haben dieses Jahr das Thema HZV, Primärversorgung Kernkompetenz.

00:00:26: Und ich bin heute nicht alleine und freue mich sehr, dass mein Gesprächspartner der Co-Bundesversitzende des Hausärztinnen und Hausärzteverbandes Dr.

00:00:34: Markus Blumenthal Bayer ist.

00:00:36: Markus herzlich willkommen!

00:00:38: Danke, ich freue mich vielmehr, das ist ein wichtiger Tag und schön, dass wir dazu etwas diskutieren.

00:00:46: Genau Also, Tag der Hausarztmedizin.

00:00:49: Das ist ja ein Tag, der vom Haushalts- und Haushälzeverband ins Leben gerufen wurde.

00:00:54: Wie gesagt am threizehnten Mai findet er statt.

00:00:57: Warum Markus?

00:00:58: Gibt es denn überhaupt den Tag der Haushaltsmedizin?

00:01:00: Sichtbar machen was wir tun, was unsere Patienten und auch was unsere Gesellschaft von uns hat, von unseren Praxen, von unserem Teams und auch von der Versorgung der hausadzentrierten Versorgungen die wir anbieten.

00:01:15: Und das Motto haben wir ja schon gesagt.

00:01:18: Primärversorgung ist unsere Kernskompetenz, weil Gesundheitsvertrauensache ist und das Hausarztprogramm.

00:01:24: Die hausarzt zentrierte Versorgung is ja ein Kernthema auch in unserer täglichen Arbeit.

00:01:30: Magst du mal kurz uns eine Einführung geben?

00:01:32: Was bedeutet den HCV?

00:01:34: HCV bedeutet dass sich Patientinnen und Patienten freiwillig einschreiben im Modell wo die hausärztlichen Praxen, die haushärzlichen Teams und auch wir als Hausarztinnen-Hauserzerverband die Versorgung gestalten.

00:01:50: So wie das die Praxien brauchen so wie die Menschen es brauchen.

00:01:53: Und in dieser Bindung holen wir... In dieser HZV holen wird das nach was international eigentlich schon lange Standard ist nämlich ein Primärversorgungssystem in hausärtlicher Hand.

00:02:05: Und wir haben ja gelernt, im Koalitionsvertrag steht ja der Plan drinnen die Einführung eines verbindlichen Primärsystems im Rahmen der hausadzentrierten Versorgung und der Regelversorgung.

00:02:17: Wie du gesagt hast, wir haben mit der HZV ein bestehendes Primärversorgungssystem in Deutschland implementiert seit Ja, die ersten Verträge.

00:02:26: Mittlerweile sind elf Millionen Versicherte eingeschrieben in diesen Systemen, also größer als private Krankenversicherung.

00:02:33: Also ich denke das ist ein System was schon sehr in der Versorgung implementiert ist und wie du sagst wissenschaftliche Daten zeigen ja den Mehrwert eines Primär-Versorungssystems.

00:02:43: Jetzt wird immer darüber diskutiert dass wir Steuerungen und Primerarztversorgung oder Primärversorgungssysteme brauchen.

00:02:52: Was bedeutet denn eigentlich Primary Care oder Primärerzversorgung?

00:02:56: Ja, es gibt wissenschaftliche Grundlagen die wir in der HZV schon umgesetzt haben.

00:03:02: Da gehören nach der großen Versorgungsforscherin Barbara Starfield vier Cs im Englischen dazu.

00:03:10: das eine ist Kontakt Das ist dass Menschen schnell und direkt einen Anlaufpunkt haben.

00:03:18: dann was total essenziell ist die comprehensiveness das heißt es müssen auch die versorgungsanliegen der menschen die da in kontakt kommen auch gelöst werden.

00:03:27: in ihrer mehrzahl.

00:03:28: das wissen wir das können wir in den praxen zu achtzig neunzig prozent.

00:03:32: dann natürlich coordination dass wir koordinieren wo müssen die hin dass sie nicht durch system flippern wie in der regelversorgung sondern dass wir sagen so jetzt next step is zum beispiel zur cardiologin zu gehen und dann natürlich Also unser, sage ich jetzt mal Herzensgut.

00:03:52: Das auch wirklich nur wir können die Continuity of Care also das Menschen ein Leben lang begleitet werden und dass auch durch diese Bindung, durch dieses Vertrauen zum Beispiel Gesundheitskompetenz wächst, dass man einfach mit chronischen Erkrankungen besser umgehen kann.

00:04:11: in dieser Beziehung Praxis Patientinnen und Patienten Primärversorgung in hausärztlicher Hand und das ist HZV.

00:04:19: Und wenn die Politik jetzt dieses Thema Primär- versorgen implementieren, eines Systems durch strukturelle Form aufruft dann kommt sie aber auch gleich immer mit den Themen Steuerungen und als Beispiel zum Beispiel diese Thema digitale Ersteinschätzung.

00:04:34: man hat so ein Gefühl dass die Politik noch nicht genau verstanden hat den Unterschied zwischen einer Steuernsystemen und eines Primär Versorgungssystems?

00:04:42: Ja also da ziehen glaube ich ganz viele Interessengruppen an der Politik und versuchen da irgendwie Dinge zu besetzen.

00:04:50: Aber der Kern dessen, was sich mit den vier Cs gesagt hat, der muss erfüllt sein.

00:04:55: ein Primärversorgungssystem das diese vier C es nicht gleichzeitig erbringen kann wird scheitern und wird auch kein Primär Versorgungs System sein.

00:05:03: und von daher wir wissen dass alle funktionierenden Digital Tools in der Notfallversorgung funktionieren Und für die Regelversorgung, für die Patientinnen und Patientenanliegen eines Primärsystems haben wir keine digitalen Tools, die zentral gesteuert funktionieren.

00:05:20: Das kann in der Praxis total Sinn machen, digital zu ergänzen aber es wird eher verunmöglichen dass es zu einem Primärversorgungssystem kommt wenn ein Digitaltool vorgeschaltet wird

00:05:33: Und aus der Versorgung wird halt dann ein Schuh draus, wenn man sagt wir brauchen ein starkes Primärversorgungssystem wo eben den Großteil der Behandlungsfälle auch fallabschließend behandelt werden.

00:05:42: Wo diese kontinuierlich Versorgen der Patienten und Patienten stattfindet und da wo praktisch die Primär- versorgungs Ebene noch eine zusätzliche Expertise durch Spezialisten oder Krankenhaus braucht.

00:05:53: Da macht an die Steuerung einen Sinn.

00:05:54: also die Steuerungen aus dem Primär Versorgungs System so nicht parallel zu einem Primärversaugungssystem

00:05:59: ist

00:06:00: Jetzt Primärversorgungssystems im Rahmen der Grundversorgung, und da fallen uns natürlich sofort die Hausärzte ein.

00:06:08: Warum bieten sich denn die Hausarztinnen als Primerversorgungen überhaupt an oder können das dann auch an der Fachrichtung übernehmen?

00:06:14: Wir haben in den Kindern- und Jugendärztlichen Praxen für die Altersgruppe der Kleinen genau die gleiche Kompetenz, aber das Entscheidende sind eben schon mal die ich vorhin angesprochen habe.

00:06:29: Also es müssen eine ganz große Breite an Wissen da sein und eben die Möglichkeit auch, die Beratungsanlässe, die da auftreten schon gleich abzuarbeiten.

00:06:40: Und von der Ausbildung her sind das die Allgemeinmedizinerinnen sicher auch jemand, der länger als hausärztlicher Internist tätig ist kann das auch?

00:06:50: Und die Kundern, Jugendmedizin und alles andere ist eigentlich von der Ausbildung her jetzt nicht primär geeignet, ein Primärversorgungssystem zu steuern.

00:07:02: Genau das sind wir wieder bei unserem Thema zum Tag der Hausarztmedizin.

00:07:06: Die Primärversorgung ist eben unsere Kernkompetenz, die Kernkommentenz der Hausärzte und Hausärzte.

00:07:10: Wir haben in unseren Ausbilden auch gelernt den Patienten, die Patientin in ihrer ganzen Gesamtheit zu betrachten und sie zu begleiten nicht nur bei medizinischen Beratungsanlässen wir haben ja auch psychosoziale Beratungen anlassen wir haben Arbeitsplatzprobleme etc.

00:07:26: Und wir haben das Thema Prävention was in der Gesellschaft immer wichtiger wird Das Thema Verlust der Gesundheitskompetenzen durch Auflösung Familien etc.. Ich glaube das Feld, das wir bearbeiten ist ja so vielfältig was in eine andere Fachrichtung die sich hier auf ein Spezialgebiet was auch total sinnvoll ist dass wir so sind der Versorgung haben.

00:07:45: Wir brauchen Spezialisten für spezielle Fragestellungen aber für dieses Thema wirklich Primärversorgung den Patienten seiner Gesamtheit zu betrachten da gibt es halt einfach auch in einer Ausbildung nur die haus.

00:07:56: jetzt Sehen

00:07:58: wir mal ganz ehrlich, was ist einer der häufigsten Sätze, den wir von Patientinnen zu Patienten zu hören bekommen?

00:08:06: Was die uns aus der sonstigen Versorgungswähl...

00:08:08: Sag's nicht!

00:08:09: Besprengen Sie es mit Ihrem Haushalt.

00:08:11: Ja, so ist es.

00:08:12: Genau und das ist die Realität, dass alle anderen um uns rum, die brauchen wir für alle möglichen Spezialanliegen für diese zehn-fünften vielleicht mal zwanzig Prozent in dem Alltag.

00:08:26: Aber alles andere wird zu uns zurückgespielt, weil niemand will den Medikationsplan überarbeiten.

00:08:32: Niemand will den Antrag für die sozialmedizinische Betreuung stellen.

00:08:38: Liebert will sich um das Impfbuch im Detail kümmern und so weiter.

00:08:42: sofort also nur einen Ausschnitt essen was alles in unserem Praxen geleistet wird.

00:08:48: Und jetzt kommt die Politik und sagt okay, ja haben wir verstanden.

00:08:53: Die Hausarztinnen und Hausärzte werden am Primärversorgungstim die ersten Ansprechpartner.

00:08:57: Aber dann kommt im zweiten Satz aber seid ihr denn überhaupt genug?

00:09:01: Könnte das schultern?

00:09:02: ist es nicht eine gute Idee dass man sagt ok Dann müssen wir andere Gesundheitsberufe wie gemeine Schwestern, Community Health Nurses in die Versorgung mit implementieren damit wir eben so breit aufgestellt sind und der Patient letztendlich einen Ansprech-Partner hat.

00:09:17: Brauchen wir das?

00:09:18: Oder ist es nicht eher wieder eine Gefahr fürs System, mal Stichpunkt Fraktionierung der Versorgung.

00:09:24: Es wird auf jeden Fall fraktionieren und ich sage ganz klar ja Wir können dass.

00:09:30: wir sehen schon in dem jetzigen system Das ja noch nicht einmal umgebaut ist Dass drei neunzig prozent der menschen Eine hausärztliche praxis haben so Reden wir schon Mal nur um sieben Prozent Und wir Sehen Ja In Der Jetzigen Systematik die Noch sehr in den Praxenarzt zentriert ist.

00:09:49: Es gibt dieses Quartal nirgends in der Welt, während Menschen nach Quartalen betreut.

00:09:55: also wenn wir diese Bindung wie wir sind HZV haben stärken vom Quartall wegkommen, dieses Rumpflippern reduzieren dann ist auch für die sieben Prozent die noch keine hausärztliche Praxis haben einfach Platz da.

00:10:10: Und dann sagt die Politik, ja okay.

00:10:12: Wollt es nicht, dass wir andere Gesundheitsberufe implementieren im Rahmen der Substitution?

00:10:16: Weil ihr wollt keine Übertragung der ärztlichen Haltkunde

00:10:19: etc.,

00:10:20: da haben wir aber eine Antwort dazu.

00:10:22: und wir haben nämlich eine Antwort dazu, die eben genau diesen Bedürfnissen, auch der aufrechterhaltende Versorgung Rechnung trägt nämlich happy.

00:10:31: Wir haben mit unseren Konzepten der Haushaltszentrierten versorgen die Erweiterung in den hausärztlichen Primärversorgungszentren im Patientenversorgung interprofessionell eben ein System wo wir sagen das wichtigste in der Versorgungen ist weiterhin nicht die Fraktionierung

00:10:47: d.h.,

00:10:48: die im Zentrum der Versorgen müssen die Hausärzte und Hausärzte stehen.

00:10:53: Was aber in diesem Konzept so toll ist, dass wir die bestehenden Fachkräfte, die eine Versorgung sind wie eben zum Beispiel eine akonymisierte Pflege oder PA's oder unsere Primary Care Managerinnen.

00:11:04: eben in dieses System mit implementieren können.

00:11:07: und der Vorteil ist, dass es ja an einer gemeinsamen Patientenakte ist.

00:11:11: Bedeutet wir nehmen alle Ressourcen die im System noch zur Verfügung stehen.

00:11:16: also wir haben eben nicht dieses Problem.

00:11:18: man sagt okay wir bauen jetzt Parallelstrukturen mit irgendeiner anderen Versorgungsebene auf sondern wir implementieren diese Versorgungs-Ebenen diese Ressourcen in Happy und schaffen da die Klammer im Hausärztin Betreuteam.

00:11:30: Das bedeutet, dieses Team kann ganz viel an Versorgen übernehmen aber immer dann wenn es notwendig ist, kann zu jeder Zeit der Versorgung der Arzt, die Ärztin wieder mit einbezogen werden.

00:11:41: Es bleibt eine Patientenakt im System und wir haben eben nicht das Problem dass wir Parallelstrukturen schaffen.

00:11:46: Dieses Konzept Happy hat den Hausärzte- und Hausärzerverband bundesweit praktisch auf die Agenda gerufen.

00:11:54: Wir haben ja auch schon Erfolge zu berichten.

00:11:57: Erzähl gerne mal, was denn so da auf Bundesebene los ist?

00:12:01: Ja also was natürlich toll ist neben dem dass es ein mittlerweile ein bundesweiter Leuchtturm ist und happy in ganz vielen Kontexten jetzt als zurecht, als Synonym für die Teampraxis, für die Versorgungspraxis für die interprofessionellen Anlaufort der Zukunft gesetzt wird das wir Ich würde jetzt mal sagen, im Mutterland von Happy in Baden-Württemberg jetzt schon fünfzig Happys am Start haben.

00:12:31: In der Versorgung zusammen mit der AUK Baden Württmberg da hat wirklich einfach Regelversorgung für über zwei Millionen Menschen anbieten und ja auch in Bayern mit dem Staatsministerium, mit der AOK hier jetzt auch Happy Piloten starten.

00:12:57: Man sieht ja ich war begeistert von den Ergebnissen die ihr übermittelt habt wo man sieht da findet mehr Versorgung statt und das was was ich mir auch erhofft habe da ja auch zu sehen ist dass es für die Menschen also diese ganzen Diskussion wer will was und stecken da irgendwelche Interessen dahinter am Ende muss muss mehr Versorgung rauskommen, das zeigt Happy und am Ende müssen die Menschen sich dort gut aufgehoben fühlen.

00:13:24: Und das zeigt happy auch.

00:13:26: Das sind die zwei entscheidenden Punkte.

00:13:29: Es ist ganz klar dass diese Fragmentierung jenseits von Wissenschaft über die ich vorhin geredet habe, da viel besser adressiert ist.

00:13:38: Die Menschen haben einen Ort.

00:13:39: es ist ja eh schon alles für für unsere einfachen Patienten.

00:13:43: Es ist doch eh schon alles so kompliziert, wenn jetzt für jedes Zipperlein jemand anders zuständig ist der an einem anderen Ort mit anderen Zugangswegen ist.

00:13:52: das ist doch ein Wahnsinn und das löst ja happy auch auf unsere Praxen weiterzuentwickeln zu dem Anlaufpunkt für die Anliegen der Menschen

00:14:02: genau zu glauben dass man die Patienten auf ganz viel unter verschiedenen Ebenen behandeln kann und dann glaubt einfach, durch Digitalisierung kann man das alles zusammenführen.

00:14:12: Und dann wäre es dieselbe Versorgung wie wenn du einen Ansprechpartner im Hausärztlichen betreut haben hast, der dich kontinuierlich versorgt.

00:14:18: Das ist eben der Trugschluss.

00:14:20: Unsere hausärzte Tätigkeit ist mehr als nur eine einzelne Krankheit oder ein Symptom zu behandeln sondern nochmal wir behandeln dem Menschen seiner kompletten Komplexität.

00:14:30: Und ich glaube, das ist die Stärke und wir sind auch ganz stolz.

00:14:32: Du hast Bayern auch genannt?

00:14:33: Wir haben ja am bayerischen Hausärztetag die ersten Evolutionsergebnisse mit der Universität Augsburg vorgestellt von unseren neuen Happy-Praxen, die wir in Bayern im Rahmen dieses Förderprojektes mit dem Staatsministerium hatten.

00:14:46: Es ist wirklich toll!

00:14:47: Die Praxis sind begeistert... können.

00:14:50: das, was wir der Politik besprochen haben.

00:14:52: Dass wir mit diesem Konzept eben mehr Patienten gerade im ländlichen Raum versorgen können.

00:14:58: Das haben wir da unter Beweis gestellt.

00:14:59: und wie du es schon genannt hast die Patienten sind total positiv gegenüber diesem Konzept.

00:15:06: Im Gegenteil ist tatsächlich so dass unsere Mitarbeiter und Mitarbeiter manchmal sogar mehr Zeit für die Patienten haben und dieses eben total wertschätzen.

00:15:13: Wir zeigen damit, dass es eben nicht nur ein Pilot ist wie viele andere Konzepte von Primärversorgungszentrum etc.

00:15:21: Sondern Baden-Württemberg hat gezeigt das was wir auch sagen du kannst Happy eben auf die bestätigen Hause erst die Versorgungsebene transformieren und jede Praxis kann happy werden und man sieht im baden-württmerg wie das losläuft.

00:15:33: Fünfzig Happy Praxen, das ist wirklich ein Brett in der Versorgung schon.

00:15:37: Und ich glaube, dass es wirklich ein tolles System und vielen Dank euch auch nochmal, dass ihr das eben auf Bundesebene geroben habt und allen Landesverbänden zur Verfügung gestellt habt, dass wir alle happy werden können!

00:15:49: Wie geht es jetzt weiter politisch und wir können alle nicht in die Glaskugel schauen.

00:15:52: Wir wissen vor der Sommerpause wurde ja von der Bundeskursudanzministerin aufgerufen, dass ist jetzt neben diesen Sparvorschlägen dann eben ein Vorschlag zu strukturellen Änderungen im Gesundheitswesen kommen wird.

00:16:06: Was wie gesagt Glaskogel ist nicht.

00:16:09: aber was würden wir uns denn wünschen wo diese strukturen Änderung hingehen?

00:16:13: Also wir müssen natürlich zum einen bei diesem Sparbemühungen, die sich ja auf einer Seite nötig sind.

00:16:23: Schon jetzt im Blick haben das wir nicht Strukturen, die man dann in der Primärversorgung und auch in der Versorgung insgesamt braucht zerstört.

00:16:33: Da habe ich schon große Sorgen bei dem was jetzt vorliegt, was jetzt diskutiert wird dass hier Strukture wie jetzt auch die hausärztlichen Praxen dann doch geschwächt werden begrenzt werden.

00:16:46: und also das wäre natürlich Kalastrophal, wenn es schon die Grundlage ist.

00:16:51: Und das zweite sind die Dinge über die wir vorhin schon gesprochen haben dass eben nicht durch tausend Ausnahmen durch eine ungerechtfertigte und eigentlich auch unfähige digitale Vorschaltung dann Versorgung, Primärversorgung unter hausärztlicher Führung verhindert wird oder es sogar zu neuen Engpässen kommt.

00:17:16: Ich glaube das muss man auch noch mal klar machen und es ist viel nicht klar, du hast vorhin die Zahl genannt.

00:17:21: Drei Komma fünf Beratungsanlässe werden bei uns in einem regulären Kontakt erarbeitet.

00:17:27: Wenn die anderweitig verteilt werden dann ist eben nicht nur ein Termin bei uns sondern während daraus drei oder vier Termine an anderer Stelle Das heißt die sowieso knappe Ressource Terminen Termin im gebietswahrheitlichen Bereich wird noch viel knapper.

00:17:46: Also diese Flaschenheitsdiskussion, die wird ja uns immer in die Schuhe schieben.

00:17:50: Die sehen wir so nicht sondern das was die Ausnahme und die Digitalideen jetzt im Raum sind produzieren könnten werden echter Flaschenhals mit ganz großen Frust dann auch bei den Menschen weil die Situation nicht besser, sondern schlechter wird.

00:18:08: Und davor müssen wir die Politik warnen und auch bewahren dass man nicht grundlegende Fehler macht, die die Situation am Ende sogar verschlechtern.

00:18:17: Du hast jetzt da ja schon klare Forderungen formuliert, also letztendlich in die Richtung gegen auch Erhalt.

00:18:22: Auch das was im Koalitionsvertrag eben steht dieses verbindliche Primärzsystem mit dem Rahmen der hausazentritten Versorgung.

00:18:29: Die Hausa zentritte Versorgen mit ihren elf Millionen eingeschrieben Versicherten muss erhalten bleiben weil sie eben ein innovatives System ist, weil es zeigt in den Evolutionsdaten die wir haben dass es wirksam ist, das es für die Patienten gut ist aber letztendlich auch für die Krankenkassen gut ist.

00:18:48: und eben aus diesem System heraus wie man schon Happy angesprochen haben.

00:18:51: Wir auch eine Idee haben wie Versorgung in Zukunft getragen wird.

00:18:55: Haben wir denn noch Wünsche ans Gesundheitsministerium bezüglich Sommer?

00:18:59: Also, wir haben Forderungen, HZV muss erhalten bleiben.

00:19:02: Haben wir dann auch Wünschen... also wenn du mich fragst ich kann es mal vorwegnehmen Ich würde mir wünschen das in der politischen Diskussion oder auch in den Diskussionen wie mehr zu einem strukturellen Wandel macht vielleicht die Politik mit ihrem Bedürfnissen mal ein bisschen in den Hintergrund tritt, weil wir brauchen eine Strukturreform, die uns ja über Jahre oder Jahrzehnte trägt.

00:19:23: Also klar, die Politik möchte die Terminknappheit für Patienten und Patienten lösen.

00:19:30: aber ich glaube das wäre zu kurz gesprungen jetzt da nur eine digitale Lösung zu schaffen sondern ich glaube wir brauchen wirklich eine strukturelle Änderung dass wir dieses System mal weg von Honoraranreizen, die dann wieder irgendwelche Operationen oder Leistungen generieren.

00:19:45: hier zu einem System, was ja wirklich an dem medizinischen Bedarf der Patienten und Patienten ausgerichtet ist.

00:19:51: Und dazu würde ich mir eben einfach wünschen, dass da die wissenschaftlich vorhandenen Evoluzionsdaten und die wissenschaftlichen Daten, was primary care bedeutet, einfach mehr Berücksichtigung finden.

00:20:02: Definitiv!

00:20:03: Wir müssen auch wegkommen von einer Politik, sehr detailreich reguliert hin zu einer Politik die ermöglicht also es ist ja durchaus richtig dass wir das wissen wir.

00:20:17: Das ist ja auch ein Teil von happy digitaler zu werden.

00:20:21: aber digital heißt auch, dass unsere Systeme ein bisschen gedrängt und uns ermögligt werden, dass es viele Schnittstellen gibt mit digitalen Tools arbeiten können.

00:20:33: Und die sind vielleicht nicht in jeder Praxis gleich, sondern der eine braucht diese Entlastung für seine Patienten und Patienten der andere diese.

00:20:43: Hier sehen wir eigentlich keine wirkliche Ermöglichungskultur.

00:20:50: Auf der anderen Seite ist immer der Drang groß zu regulieren, zu deckeln – das passt natürlich auch zu einem Primärversorgungssystem.

00:21:03: Das ist so ein Irrglaube zu meinen, wir würden da eine haussätzliche Praxis hat innerhalb dieser HZV und in diesem Primärversorgungssystem der einfach den Auftrag und den Wunsch einzelne Menschen die sich an diese Praxis binden gut zu versorgen.

00:21:19: Und dass diese Menschen vermehren sich wenn dann in der Nachfrage weil sie dort versorgt werden aber nicht in dem, dass wir da Leistungsausweitung machen.

00:21:30: Also wir sind im Moment in einer ziemlich wirren Diskussion.

00:21:34: auch das eigentlich was wir können ausgebremst wird, reglementiert wird und das, was wir an Ermöglichungen oder Unterstützung brauchen aber nicht im Gesetz drinsteht.

00:21:47: Wir leben an der Zeit des Umbruches nicht nur im Gesundheitswesen natürlich auch wenn man jetzt gesamt gesellschaftlich geopolitisch anschaut, die großen Krisen der Welt im Augenblick.

00:21:59: Die Zeiten sind sehr unruhig das Geld wird knapper.

00:22:04: was sagst du den jungen Kolleginnen und Kollegen die jetzt mit den Gankenspielen Hausärzten zu werden?

00:22:11: Wir haben so ein bisschen diskutiert was es für Herausforderung gibt aber gibt's vielleicht auch etwas wo wir sagen trau dich!

00:22:20: Der schönste Beruf auf der Welt.

00:22:24: Selbstloop ist jetzt nicht mein Ding, aber dieses Selbstloop bezieht sich ja auf uns als Verband und die Menschen in unseren Verbandsteams und an unterschiedlichen Bundesländern für uns arbeiten.

00:22:38: Es ist ja so dass wir schon sowohl mit der hausadzentrierten Versorgung als auch mit Delegationsmodellen wie Vera und PCM eben dann auch mit Happy einen Kulturwandel selber selbst bestimmt eingeleitet haben, dass aus der sehr arzt ich sage bewusst Arzt zentrierten Vergangenheit wir jetzt und es betrifft Einzel- und Teampraxen.

00:23:01: Also das ist ja gar nicht an der Menge abhängig hin zu einem Team.

00:23:05: Das mag mal kleiner, mal größer sein, das mit digitalen Tools in einer festen Bindung mit den Menschen irgendwie arbeiten und das macht weiterhin wahnsinnig Spaß weil Zeigen ja auch die Evaluationsergebnisse, dass die Menschen total froh sind.

00:23:21: Dass man in eine Beziehung kommt und das mit ganz vielen bunten Menschen zusammenarbeitet und für die da ist und die dann auch für einen da sind.

00:23:31: Und von daher ist es schon ein weiterhin beglückender Beruf.

00:23:34: und wer Lust hat, dass es noch besser wird, der engagiert sich bei uns im Verband weil das ist unsere Kernaufgabe für die Teams, für die Praxen Und

00:23:46: ich glaube auch in die Zukunft gesehen bei allen Herausforderungen, es wird eine Form der Hausärztin des Hausärzts im System irgendwie geben.

00:23:55: Weil der Bedarf, glaub' ich, Patienten einfach so groß wird.

00:23:58: Unsere Welt wird immer komplizierter – wir haben Digitalisierung, medizinischen Fortschritts und mehr Spezialisierung angesprochen.

00:24:05: Ich glaube, die Patienten-Patienten werden immer einen Bedarf haben, dass jemand in diesem zunehmend kompliziert werdenen System als Ansprechpartner fungiert.

00:24:14: Ich glaube, das ist ja auch unsere Stärke als Hausärztinnen und Hausärzer mit einer großen Empathie unseren Patienten auf Augenhöhe begegnen.

00:24:22: Und wirklich unser Bedürfnis ist es, dass unsere Patientinnen und Patienten gut in dieses System zurechtkommen und zum Wohl ihrer Gesundheit einfach durch dieses System für uns begleitet werden.

00:24:33: sofern.

00:24:33: Würde ich da auch den Jungen zurufen, also sei doch nicht Bange.

00:24:37: Ich glaube nicht dass unser Berufsstand überflüssig wird im Gegenteil.

00:24:41: Ich glaub einfach das tatsächlich die Position der Hausärztinnen in dem System in der Zukunft noch wichtiger werden wird.

00:24:49: Definitiv und du wirst es in München erleben?

00:24:52: Ich erlebe es jetzt in Berlin.

00:24:55: Die Digital Natives von denen immer gesagt wird, die brauchen alles immer und jederzeit digital Die sitzen dann dort, wenn ich da Montag Nachmittag meine Sprechstunde doch halte.

00:25:06: Auch die haben keinen handgeschriebenen Zettel mehr sondern die schauen auf ihr Smartphone.

00:25:14: aber die Fragen und die Unsicherheiten sind genau die gleichen Und sie sind auch wahnsinnig froh dass sie nicht mit einer Kachel sprechen müssen Sondern das ist da jemand gibt der zuhört Der auch mal untersucht dass es ein Gespräch gibt, eine Beziehung und Interaktion gibt.

00:25:34: Sehr schön!

00:25:35: Bei aller Herausforderung ist uns eigentlich nicht bange und es geht die Arbeit nicht aus.

00:25:38: in der politischen Arbeit aber letztendlich wie ich schon gesagt habe durch die Wertschütze einer Patienten ist das für mich einfach der schönste Beruf.

00:25:44: wo hast du das sonst?

00:25:45: Dass du so einen erfüllenden Alltag mit deinen Patienten hast?

00:25:50: Lieber Markus, vielen lieben Dank.

00:25:51: Es ist immer toll wenn du kommst und wir die Gelegen haben mit dir zu sprechen und super dass du geholfen bist.

00:25:56: zu unserem Podcast.

00:25:58: und ja für dich und auch für deine politische Arbeit.

00:26:00: weiterhin alles Gute von mir aus.

00:26:02: Ja Kompliment, kann ich Dürre zurückgeben hat super Spaß gemacht und ich freue mich auf das weiter gemeinsam für die hausärztlichen Praxen und die Patientinnen und Patienten zu streiten.

00:26:13: Danke!

00:26:15: Das war Bayern Doc, der Podcast des Bayerischen Hausärztinnen

00:26:18: und Hausärzte

00:26:19: verbandet.

00:26:20: Mehr Informationen

00:26:21: über die Homepage unter www.hausärzte-bayern.de.

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