Entwicklungsmöglichkeiten für MFA in hausärztlichen Praxen
Shownotes
Ausbildung abgeschlossen und dann Ende der Fahnenstange erreicht? Nicht als MFA. Bis hin zum akademischen Grad reichen die Möglichkeiten für MFA zur beruflichen Weiterentwicklung in hausärztlichen Praxen. Wie diese aussehen, was die MFA davon hat, was ihre Chefs und wie sich neue Qualifikationen auf die Arbeit im Team auswirken, besprechen Primary Care Managerin Susann Marschner und Hausarzt Dr. Peter Wienert in der neuen Folge des BHÄV-Podcasts BayernDoc.
Transkript anzeigen
00:00:04: Herzlich willkommen zu
00:00:05: Bayern-Doc, den
00:00:06: Podcast des Bayerischen Hausärztinnen und Hausärzteverbandes.
00:00:11: Hallo zusammen!
00:00:12: Ich freue mich euch alle begrüßen zu dürfen.
00:00:15: mein Name ist Dr.
00:00:15: Peter Wienert.
00:00:16: ich bin aus Leidenschaft Hausarzt und wir freuen uns heute ein Podcast über das Thema medizinische Fachangestellte und deren Entwicklungsmöglichkeiten in der Hausartspraxis mit euch durchzuführen.
00:00:29: Hallo zusammen, mein Name ist Susanne Marschner.
00:00:31: Ich komme ebenfalls aus der Schönau am Kienigsee und arbeite in der Praxis.
00:00:35: Dr.
00:00:35: Wiener Dr.
00:00:35: Eder.
00:00:36: Und ich habe den Karriere-Sprung zur Primary Care Managerin gewagt.
00:00:39: Susanne, da würde ich gerne mal fragen was hat dich anfänglich bewogen medizinische Fachangestellte zu werden?
00:00:45: Das ist ja letztlich die Grundvoraussetzung dass du das als Primary care Managerin die weitere Entwicklung machen konntest.
00:00:53: Ja, da würde ich jetzt eigentlich antworten müssen.
00:00:55: Dass ich schon immer unbedingt MFA werden wollte aber das wäre jetzt ziemlich gelogen weil ehrlich gesagt bin nicht gezwungen worden dazu von meinen Eltern.
00:01:03: Das ist ja ein interessantes Statement und auch mal im Einstieg eigentlich eher außergewöhnlich.
00:01:09: Und wie war das dann für dich in deinem dann doch eher unter Druck stehenden Berufsstaat?
00:01:20: Am Anfang war es schon sehr holprig, weil ich das gar nicht werden wollte.
00:01:24: Nach der Lehre hat sich dann doch die Leidenschaft zur Medizin entwickelt.
00:01:28: somit hat sich das eigentlich jetzt bis jetzt durchgezogen.
00:01:31: Ich bin ja nicht nur medizinische Fachangestellte sondern ich habe ja alle Sachen mitgenommen, die es so unterwegs noch gibt an Fortbildungen und Weiterbildungsmöglichkeiten.
00:01:41: Kannst du uns das noch ein bisschen erläutern, welche Weiterbildungsmöglichkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten für die MFA gibt?
00:01:48: Ich würde aber ganz gerne nochmal zurückkommen auf das Berufsbild der medizinischen Fachangestellten.
00:01:54: Die sich ja sehr stark verändert hat.
00:01:57: also wenn ich das jetzt in meinen Berufsjahren so nachvollziehe ist es Ja von der Sekretärin in der Arztpraxis im Prinzip Ein berufsbild was unheimlich differenziert ist wo wir uns total auf die MFA verlassen können müssen, die ein sehr, sehr weites fällt.
00:02:15: Sowohl was Technik als Organisation und medizinisches Fachwissen betrifft
00:02:20: ist.".
00:02:21: Ja das stimmt.
00:02:21: also ich finde dass Berufsbild der MFA medizinischen Fachangestellten hat sich enorm gewandelt in den letzten Jahren.
00:02:27: wo ich angefangen habe mit der Lehre war das Arzthelferin und genauso wurde man auch gesehen als Helferin.
00:02:36: Die Karrieremöglichkeiten bzw.
00:02:39: die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in einer medizinischen Fachangestellte ist einfach sehr breit gefächert, also da kann man auch in jede Richtung gehen wie man selber sich auch sieht ob man jetzt mehr am Patienten arbeiten möchte und auch mehr am Patienten an Delegationsmöglichkeit wahrnehmen möchte sei es die Versorgungsassistentin der Haushaltspraxis die man kennt unter Vera oder auch NEPA nicht ärztliche Praxisassistentinnen Assistent die Hausbesuche fahren, die Chroniker mehr mitversorgen.
00:03:12: Wo man schon mehr am Patienten arbeiten darf als die medizinische Fachangestellte oder dass man halt sagt ne ich sehe mich mehr an der Abrechnung und in der Verwaltung dann kann man noch die BA machen.
00:03:23: das ist die betriebswirtschaftliche Assistentin in der Haushaltspraxis die halt rein den bürokratischen Teil macht.
00:03:30: Welcher liegt dir am meisten?
00:03:32: Ja, das kann man so genau gar nicht sagen.
00:03:34: Weil ich ja das Studium zur Primary Care Managerin gemacht hab was ja beide Teile beinhaltet also sowohl den administrativ-bürokratischen wie auch den medizinischen Teil.
00:03:45: von daher habe ich mich für beides entschieden.
00:03:50: Was mich an der Entwicklung die ich seit vielen Jahren mitverfolgen durfte, seit Beginn der Vera dass sich das berufliche Spektrum jetzt im Prinzip So geweitet hat, dass man alle Ausbildungsstufen erreichen kann und machen kann.
00:04:07: Wie würdest du das für dich in deiner Entwicklung bewerten?
00:04:12: Es ist eine Aufwertung von dem Beruf, wobei ich sagen muss, medizinische Fachangestellte sind ein toller Beruf.
00:04:19: Wo man am Patienten arbeitet und breites Feldantätigkeiten in der Arztpraxis hat ... Das ist schon sehr ... Toller Beruf.
00:04:28: nur für jemanden, der halt sagt es reicht mir nicht und ich möchte weitermachen ist das kein Endportal.
00:04:34: Wenn man sagt okay ich habe die Lehre gemacht und damit ist das für mich beendet gibt's ja auch Berufe.
00:04:38: Das ist jetzt Gott sei Dank in unserer Richtung nicht mehr so sondern du kannst alle mögliche Sachen machen Wundmanagerin, Impfmanagerinnen Betriebswirtschaftlich in die Richtung geht.
00:04:48: ein bisschen zur Akademisierung des Berufes.
00:04:51: Und genau das finde ich ist der Spannende, wo man eigentlich viel mehr Werbekampagnen, vielmehr Werbung machen sollte für diesen Beruf weil MFA ist keine Sackgasse sondern es ist ein unglaublich breit gefächter Weg für eine berufliche Zukunft und Entwicklung.
00:05:07: Das haben ja mittlerweile auch ganz andere Player im System erkannt.
00:05:10: Also Krankenhäuser sind ja mittlerweile sehr stark in Konkurrenz zu den Praxen, um die MFAs eben weil sie wissen mittlerweile wie gut man sie und wie breitgefächert man sie einsetzen kann und sie in Ambulanzen – wie Sie viele Krankenhäuser oder andere Einrichtungen auch haben – gut einsetzen können.
00:05:27: Was für uns das als Praxisinhaber und Arbeitgeber eher schwierig macht?
00:05:32: Weil natürlich Gehälter in diesen Einrichtung entsprechend da häufig ... durch Steuergelder unterstützt, für uns nicht immer leistbar sind.
00:05:40: Wobei da der Tarifvertrag mittlerweile eine gute Grundlage der Vergleichbarkeit bietet oder wie siehst du das?
00:05:50: Ja, das sehe ich auch so und man kann ja nicht nur den Vorteil vom Gehalt sehen.
00:05:55: wenn ich im klinischen Bereich arbeite dann ist es mir natürlich auch klar dass ich Schichtdienst- und Wochenendfeiertag Dienste habe was sich in einer Arztpraxis, so auch nicht habe ich.
00:06:05: Ich arbeite ganz selten am Wochenende wenn überhaupt.
00:06:08: die Hausarztpraxen sind am Wochenenden nicht offen in der Regel je nachdem und ich hab kein Schichtdienst wo ich Nachtdienst machen muss.
00:06:16: also man muss das halt immer von allen Seiten sehen.
00:06:20: Von daher sehe ich da jetzt nicht nur Vorteile vom Geld um zu sagen deswegen lasse ich da Jetzt die hausärztliche struktur hinter mir sondern es gibt ja viele vorteile eine haushaltspraxis zu arbeiten.
00:06:32: Für mich war ein Grund, aus der Klinikbeschäftigung oder dem angestellten Verhältnis auszusteigen.
00:06:38: Dass ich nach zehn Jahren in unterschiedlichen Krankenhäusern und Kliniken festgestellt habe, dass die Medizin immer zeitlich komprimierter wird, dass immer mehr Verwaltungsaufgaben uns im Prinzip Zeit für die Behandlung der Patienten nehmen.
00:06:53: Und deswegen hab' ich mich dann doch nach einer gewissen Zeit entschieden, Allgemeinmedizin zu machen um genau die Medizin machen zu können, die ich mir vorstelle.
00:07:04: Und das konnte ich auch tatsächlich verwirklichen.
00:07:06: Da bin ich heute glücklich für meinen Berufsalltag so ausgestalten zu können und einen sehr engen Austausch mit dem Team habe, was ich auch sehr positiv finde, weil mir das wichtig ist, auch die Meinung auf Maus zu tauschen – was jetzt im Krankenhaus vielleicht nicht unbedingt so der Fall ist.
00:07:24: zwischen Schwester- und Arzt ist es bei uns dadurch, dass man sich lange so kennt und in diesem gleichmäßigen Verhältnis auch ein ganz anderer Umgang sein kann.
00:07:36: Weil wir wissen wie jeder arbeitet.
00:07:39: Wir kennen uns sehr gut.
00:07:40: aber das ist ja Thema Delegation!
00:07:43: eine Grundfraussetzung.
00:07:44: Ich finde, das ist der große Vorteil.
00:07:46: in einer Hausarztpraxis und einen festen Team so wie wir zum Teil über viele Jahre miteinander zusammengeschweißt kann man sich darauf verlassen was man jemandem anschafft weil man den genau kennt.
00:07:56: Und wenn du einen permanenten Personalwechsel hast ist es ich glaube auch unglaublich schwierig.
00:08:02: Was auch wieder hier zum absoluten Vorteil ist
00:08:05: Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt ist eben dass man dadurch dass ich weiß was jemand im Rahmen seiner Ausbildung gelernt hat oder eine Mitarbeiterin, wie du jetzt im Rahmen ihrer Ausbildung gelernt hast und ich das beobachten konnte.
00:08:18: Wie du dich da entwickelt hast habe ich natürlich ne ganz ganz andere Sicherheit in der Delegation als wenn ich jetzt wechseln des Personal hab oder auch nicht weiß wer deren vorherige Ausbildung war.
00:08:33: Das macht diese Delegation gerade so wirkungsvoll in einem interprofessionellen Team im Vergleich zu Köpfen, die zusammengesteckt werden.
00:08:41: Auch wenn sie dieselbe Ausbildung hätten wie wir das haben und das ist ein entscheidender Vorteil der mir viel zu wenig in der Öffentlichkeit gesehen wird und dass es einen entscheidenden Faktor, den wir nur in der Hausarztpraxis oder in Praxen haben weil wir eben Langzeitbeschäftigte haben, die wir gut kennen und somit sich viele Fragen im Austausch auch delegieren lassen
00:09:02: Ja, sehe ich absolut genau so.
00:09:04: Wir haben ja jetzt schon eine ganze Menge Dinge besprochen.
00:09:07: was ich nochmal kurz vielleicht zusammenfassend sagen möchte das ist schon eine außerordentliche Entwicklung.
00:09:13: genommen hat die Vielfältigkeit von der Arzthelferin bis zur PCM und somit auch die Transformation für die heutigen Bedürfnisse und Herausforderungen in der Gesellschaft eine gute Unterstützung und zukunftsweisendes Projekt sein kann.
00:09:28: Was wir jetzt noch nicht gehört haben Susanne was dich bewogen hat, dann von deinem Jahr schon eh eigentlich fast kompletten Ausbildungsstatus sich für ein Studium zu bewerben.
00:09:39: Ja das war jetzt auch nicht gleich so juhu ich studiere jetzt sondern ich habe dann die E-Mail bekommen ob ich Interesse an dem Studiengang hab?
00:09:46: Ich bin eine der ersten die das Studiengang besucht hat.
00:09:51: Das ist ja erst in den Weg geleitet worden und Ich hab erst lange überlegt, ob ich mir das überhaupt zutraue.
00:09:59: Bin ja auch nicht mehr die jüngste und habe Kinder ... Na
00:10:03: ja!
00:10:05: Mit Ende dreißig war ich da nicht mehr die Jüngste von den Studierenden.
00:10:09: Aber natürlich überlegt man sich, kann man das noch leisten?
00:10:12: Es ist ein berufsbegleitendes Studium was sehr viel Zeit beinhaltet hat und von daher habe ich da schon erst mal überlegt und ich kann mich noch erinnern wie ich da zweimal die Mail weggeklickt hab und mir dann gedacht habe nee komm das machst du jetzt nicht mehr.
00:10:24: aber irgendwie hat es mich nicht mehr losgelassen dass ich dann doch angerufen habe um mein Gespräch gebeten habe beim Dr.
00:10:30: Wienert Und dann saß ich da, gell?
00:10:33: Im Sprechzimmer.
00:10:35: Und hab gefragt ja wie schaut's denn aus?
00:10:37: und hab ihm den Zettel hingelegt und hab gesagt ja also das Studiengang der lässt mich doch nicht mehr los.
00:10:42: die Anmeldefrist ist bald vorbei und ich würde mich jetzt vielleicht doch anmelden.
00:10:46: aber mir ist halt wichtig zu wissen ja wie siehst du das eigentlich?
00:10:51: Ja ich kann mich noch gut an die Situation erinnern Dass du eben hier reinkamst und sagst, es ist exakt an diesem Platz hier.
00:10:58: Wie ich dazustehen würde, dass du das machst und ob ich dir das zutrauen würde?
00:11:03: Und das konnte ich dir auch in selbem Liebespräch sofort versichern, da sich dir das zu traue, dass es vor allen Dingen ein Trauen ist nachdem man oder die meisten ja als MFAS vielleicht mit Studium und so wenig Kontakt hatten und deswegen schon nochmal ein schwieriger Schritt ist als wir das vielleicht von unserem Studium kennen.
00:11:24: Auch aus dem Berufsleben raus, dass man dann sagt, da muss ich noch abends zur Schule gehen.
00:11:28: Das ist schon eine echte Herausforderung mit Familie sowieso.
00:11:33: und ja aber war der Meinung, dass du das kannst und wenn man es nicht versucht, dann wird's ja sowieso nix.
00:11:41: und das hast du auch gemacht zum Glück und ist ja auch super geworden.
00:11:45: Ja, am nächsten Tag war die Bewerbungsunterlage dann in der Post.
00:11:49: Und dann war es eigentlich schon ganz schnell September und dann ging das los September, ich weiß das noch genau.
00:11:54: Meine erste Vorlesung hatte ich in Kroatien auf dem Balkon im Hotel.
00:11:59: Das war auch interessant.
00:12:01: Und dann ging das los, das Studentenleben in Anführungsstrichen ... Man ist ja als Berufsbegleitender Student jetzt nicht so wie ein Vollzeitstudent, dass man jeden Tag in der Mensa hängt und damit seinen Mitstudierenden im Kontakt hat, sondern es ist halt ein hybrides Studiengang, wo du die meiste Zeit auf dem Computer sitzt und deine ...
00:12:21: Darf ich da kurz unterbrechen?
00:12:22: Vor allen Dingen ist es sehr interessant, dass die meisten in einer Mensa sitzen während du in Quatschen sein konntest.
00:12:26: Ja,
00:12:26: das war einmal!
00:12:29: Einmal.
00:12:30: Genau, ne?
00:12:31: Aber man ist ja nur eine Woche pro Semester quasi an den Studienort und ansonsten macht man eigentlich alles von zu Hause nicht nur eigentlich, man macht das von zuhause vom Urlaub egal wo.
00:12:43: Das ist auch ein guter Vorteil.
00:12:45: um zu sagen hätte der Studiengang, der ist überall durchführbar – auch gut!
00:12:50: Weil ich hab'n tatsächlich nicht doch nur einmal im Urlaub gemacht, sondern noch zwei oder drei Vorlesungen.
00:12:55: Das
00:12:55: wollen wir jetzt gar nicht ausdehnen!
00:12:57: Aber es ist möglich das will ich ja nur sagen.
00:12:59: also man kann auch flexibel studieren ist auch gut aber natürlich vom Zeitaufwand neben Beruf und Familie ist das schon eine Herausforderung gewesen.
00:13:06: Ja
00:13:07: nun dass deine Kollegin ausgefasst?
00:13:10: Ich habe dann alle zusammen getrommelt und hab gesagt aber Mädels sicher muss euch da jetzt was mitteilen da ging's damals um die Vollzeitstelle Weil wir hatten doch da überlegt, ob ich Vollzeit anfange.
00:13:19: Und dann bin ich doch nur drei Viertelstelle erst mal gekommen, weil ich gesagt hab, nee mit dem Studiengang will ich jetzt erst mal schauen wie geht's mir da?
00:13:27: Dann haben alle gedacht, dass ich sage, ich bin schwanger!
00:13:29: Das war dann auch lustig.
00:13:30: Alle standen
00:13:31: da und sagten, nein bist du schwanger,
00:13:32: du hörst auf.
00:13:33: Ich sagte ne, ich studiere okay.
00:13:36: Somit war das das beim Team dann auch klar.
00:13:38: Die haben sich eigentlich alle gedacht ja warum soll sie das nicht machen, klar.
00:13:43: Das ist natürlich immer eine Frage für denen ... für den anderen Part der Praxis, also von der Betroffenen oder der Studienasperentin abgesehen.
00:13:51: Wie organisiere ich das?
00:13:52: Von Seiten der Praxis und da ist vielleicht noch mal ganz kurz auf zwei Dinge an Augenmerk zu richten.
00:13:58: Das eine ist das organisatorische wie sehr beeinträchtigt Studium die Abläufe?
00:14:04: Wie beeinträchtigt es das Gesamteam.
00:14:07: zur Organisation des Studiums muss ich sagen.
00:14:10: Es ist eine Frage der Absprache wie man dann auch in den Wochen wo dass man das entsprechend ausgleichen kann.
00:14:23: Aber das ist eine Frage der Organisation und ich fand jetzt im Wesentlichen, also von meiner Seite als Chef nicht besonders beeinträchtigend, es hat gut funktioniert.
00:14:33: Und was sicherlich auch daran liegt, dass das Team sehr gut mitgearbeitet hat oder mitgemacht hat Und dadurch, dass wir eben zwei Ärzte sind können wir ja auch da flexibler sein als es vielleicht in der Einzelpraxis der Fall ist.
00:14:48: Man muss aber aussagen das der Studiengang auf Hausarztpraxen ausgelegt ist.
00:14:53: Somit war's Mittwochabend Freitag Nachmittag bis spät abends und Samstag die Vorlesung.
00:14:59: Das heißt Zu neunundneinzig Prozent hat das außerhalb der Praxis stattgefunden.
00:15:03: Und diese eine Woche natürlich pro Semester, wo man Präsenzpflicht hatte.
00:15:07: bei mir war es München die musste ich freigestellt werden.
00:15:11: Das war so für uns das organisatorische aber ansonsten ist der Studiengang super ausgelegt auf die Praxis also da kommt man eigentlich fast nie zum fehlen.
00:15:20: Ich wollte auch damit sagen dass jetzt nicht wirklich ein Problem ist dass man das berufsbegleitend machen kann.
00:15:27: und Die zweite Sache, die ich noch anmerken wollte ist das Team unbedingt mitzunehmen.
00:15:34: Also es ist keine Absprache zwischen Studentin und Chef oder Arbeitgeber.
00:15:41: Das ist tatsächlich auch eine Teamsache, dass da alle mitgenommen werden.
00:15:46: Auch wenn sie vielleicht gar nicht so stark in Anspruch genommen werden wie am Anfang.
00:15:50: die Befürchtung ist aber eben gerade diese Befürchterung abzufangen, das ist glaube ich ganz wichtig und dann geht das gut.
00:15:55: also sozusagen möchte ich den allen vielleicht sich überlegen, das auch zu machen.
00:16:00: und A in der Position sind belast ich meine Arbeitsstelle damit.
00:16:04: B als Arbeitgeber sage, aber das können wir jetzt nicht bringen.
00:16:08: Das bringt uns alles durcheinander.
00:16:09: Das kann man ganz gut vereinbaren.
00:16:12: Wären wir jetzt beim organisatorischen was noch tatsächlich noch mehr interessant wäre?
00:16:16: Kannst du mal kurz... Du hast es vorhin schon erwähnt oder dass ihr ausgebildet werden vor allen Dingen nach Hausarztpraxis also für die Unterstützung in der Hausarztpraxis.
00:16:26: Kannst du das mal kurz skizzieren, was da für dich am wichtigsten war und wie breit gefächert das dann letzten Endes ist?
00:16:35: Weil es ist ja anders als bei anderen Studiengängen die sich halt im Wedendlichen nur mit medizinischen Inhalten befassen.
00:16:40: Ja also der Studiengang ist ja wie ich's vorhin schon gesagt hab ausgelegt für Mitarbeiterinnen.
00:16:50: Man hat die Strukturen der hausärztlichen Versorgung kennengelernt.
00:16:54: Es gab den betriebswirtschaftlichen Teil und den medizinischen Teil, also man hat schon sehr viel über Patientenversorgungen und Patientenmanagement und Controlling mit dabei gehabt, sei es Medikamenten, leere Medizin-, Krankheitsleere ... Das ganze Spektrum, aber auch Infektsprechstunde durchführbar hatten.
00:17:15: Bei uns gab es Sonografie als Kurzkurs damit man mal reinschnobbert.
00:17:21: wie hält man das überhaupt in der Hand?
00:17:23: Wie sehe ich denn ein Sonofild überhaupt also so Ganz oberflächlich mal gesehen, weil die Hauptausbildung von dem Part darf man nicht vergessen muss.
00:17:32: Auch in der Hausarztpraxis mit Erfolgen also alles was ich da theoretisch gelernt habe hatte ich das große Glück dass wir das immer geübt haben und ich dann auch die Möglichkeit hatte am Patienten die Lunge abzuhörchen oder halt so normal zu machen mal die Schilddröse zu sonografieren solche Sachen.
00:17:50: Darf ich da ganz kurz einlegen?
00:17:52: Das ist auch eines von den Punkten, die mir sehr wichtig sind.
00:17:56: Dass wir die Möglichkeit haben auf die Ausbildung Einfluss zu nehmen.
00:18:00: Ich möchte gewisse Dinge empfehle ich so und so zu machen, weil ich entsprechende Erfahrungen habe.
00:18:09: Das macht es spannend mit einer Ausbildung zu gestalten.
00:18:12: Es ist auch so, dass wir schon mal mitgeben können was man vielleicht in der Vorlesung gar nicht kann.
00:18:19: Einzel Beispiele, warum man das anders macht ... und da an der Ausbildung sehr stark teilnehmen kann, wenn man das will.
00:18:27: Das fand ich für uns sehr gut!
00:18:28: Ist ja auch sehr hilfreich.
00:18:29: also wenn du jetzt nur die Vorlesung besuchst und in der Arztpraxis dann gar nichts machst in die Richtung?
00:18:34: Dann wird es, ich glaube, auch schwierig.
00:18:36: Wenn man aber beides miteinander kombiniert, dann hast du ja auch deinen Lerneffekt daraus.
00:18:41: Das war für mich immer sehr hilfreich, dass ich halt mal kommen konnte und sagen konnte, wie machen wir das denn jetzt an Patienten?
00:18:46: Und dass ich auch da die Möglichkeit hatte.
00:18:49: Das Curriculum von Studiengang ist sehr breit gefächert zwischen Patientensicherheit, Recht, Kommunikation, Betriebswirtschaft und medizinischen Anteil.
00:18:59: Da würde ich gerne nochmal einen Fokus drauflegen.
00:19:03: Was wir als Ärzte eigentlich alle nach wie vor nicht lernen, ist eben Management-Betriebswirtschaft ... kommt ja leider auch heute noch im Studium eigentlich nicht vor.
00:19:15: Was sehr schlecht ist, weil für uns alle also egal ob wir mal in leitender Positionen im Krankenhaus sind oder selbstständig müssen wir uns da einbringen können, müssen wir ungefähr wissen wie die Zusammenhänge da sind.
00:19:27: das muss man sich kann man natürlich auch sich alles nebenher erarbeiten.
00:19:31: was wir hier alle mussten also meine Generation zumindest aber dass wäre hilfreich wenn es das gäbe da ist das nicht tut.
00:19:39: Es ist ein Superluxus, wenn man sagen kann.
00:19:41: Wer hat eine PCM?
00:19:42: Die da diese Lücke für die Praxis füllen kann und dort doch viele Dinge anregt, auf die man sonst vielleicht nicht gekommen wäre.
00:19:51: Jetzt haben wir uns ja die ganze Zeit über den Studiengang, über die Inhalte unterhalten.
00:19:55: was mich halt jetzt so fragt.
00:19:57: Hat dir das was gebracht?
00:19:58: oder fandest du das so sinnvoll alles, was wir da gelernt haben?
00:20:01: Oder gab es da was wo du sagst...
00:20:02: Also zum ersten Mal war's total interessant mitzuverfolgen, was alles gelehrt wird in der Zeit.
00:20:09: Und nee, ich hatte eigentlich da überhaupt nie ein Problem mit.
00:20:13: Auch wenn ich keine klare Vorstellung davon hatte was ich damit mal anfangen könnte oder wovon wir als Praxis davon profitieren könnten war mir das klar dass wir dann eine ganze Menge neue Möglichkeiten bekommen.
00:20:26: Wir haben ja eh schon auch die Praxis in verschiedenen oder einige Aufgaben delegiert sowohl an die MFAS und an die WERAs und dass das da schon verschiedene Tätigkeitsbereiche definiert sind Und dass man das in vielen anderen Bereichen, die wir nicht bestücken könnten.
00:20:41: Zum Beispiel Controlling war so ein Thema für mich immer jetzt die Möglichkeit haben würden umzusetzen.
00:20:49: Das fand ich schon sehr spannend.
00:20:51: auch das Thema Delegation, dass wir eben Sprechstuhntätigkeit mal weitergeben könnten, war mir wichtig.
00:20:59: aber ehrlich gesagt habe ich da auch noch nicht wirklich eine Vorstellung von gehabt weil ich mir gesagt habe schauen jetzt mal wie das so funktioniert und dann besprechen wir, welche Möglichkeiten wir haben.
00:21:10: Und das war letzten Endesjahr, da kommen wir noch drauf auch im Grund uns am Happy-Projekt zu
00:21:16: beteiligen.".
00:21:17: Ja so richtig losgegangen finde ich.
00:21:18: es ist erst zum vierten fünften Semester wo ich dann mehr in die Patientenversorgung eingebunden wurde und dann haben wir begonnen mit der Infektsprechstunde.
00:21:27: also das war so das erste, wo man mich so mitgenommen hat ausgebildet hat was jetzt letztendlich Ein großer Schwerpunkt ist, den ich mit übernehme.
00:21:36: Ich habe ja schon öfters mal betont, dass eigentlich von der Theorie mir die Infektsprechstunde gar nicht mal so optimal für vorgekommen ist, weil sie relativ viele Kranke hat, die auch akut erkrankt sein können, wo man auf Redflex achten muss was es zu übersehen und was nicht sind strukturierte Untersuchungen von Chronikern eigentlich viel, viel ... einfacher und weniger herausfordernd, hat sich aber auch durch die Pandemie so ein bisschen entwickelt.
00:22:07: Und der Vorteil daran war, dass wir schnell – das war letztendlich meine Entscheidung – umzusetzen, die Möglichkeit für dich schnell die wichtigsten Organsysteme zu untersuchen, weil wir es sehr gut beibringen können.
00:22:21: Weil wir da immer eine MFA dabei hatten als Ärzte und dann konnten wir dir das auch gleich zeigen.
00:22:27: Auch patische logische Befunde sofort besprechen so dass du einen sehr praktischen Ansatz in den häufigsten Fragestellungen bekommen hast.
00:22:35: Auch was danach allgemeine Sachen angeht wie Herz-Auskultation, Lungenauskulitation Wie tast ich ein Bauch ab?
00:22:42: Und diese ganz entscheidenden Sachen wo sind neurologische Probleme?
00:22:46: Das sind ja die allerwichtigsten Bereiche mal von den Traumatologischen abgesehen.
00:22:52: Ja, das hat sich auch super gut durchgesetzt bei uns jetzt.
00:22:54: mittlerweile wissen die Patienten schon, dass sie zu Susann kommen wenn sie Infekt-Sprechstunde sich anmelden und beim Team ist es auch gar keine Frage mehr.
00:23:02: ich finde also das hört sich echt gut eingefügt hier.
00:23:06: Also retrospektiv muss ich meine Meinung auch so ein bisschen revidieren.
00:23:09: tatsächlich Sprechstunde dann auch ärztlich besetzt, also zumindest im Hintergrund.
00:23:14: Was wir ja generell so machen da ist der Lerneffekt doch sehr groß weil man eben wie gesagt schnell die wichtigsten Aspekte der Untersuchung erstmal lernt und auch ein gehöriges Maß an pathologischen Befunden mitbekommt und wie sie einzurordnen sind.
00:23:30: Ist es dir eigentlich im Studium immer gut gegangen oder gab's mal Zeiten wo du gesagt hast ne komm das ist jetzt echt nicht mein Ding oder das wächst mir über den Kopf?
00:23:39: Ja, so im Großen und Ganzen.
00:23:41: Das Lernen hat mir jetzt gar nichts ausgemacht aber ich bin extremer Prüfungsschisser geworden.
00:23:46: also das habe ich zum Beispiel völlig unterschätzt.
00:23:48: diese Klausurenphase jeden Semester also wenn du so fünf sechs Klausur geschrieben hast und kurz so davor hab ich mir jedes mal gedacht bin ich eigentlich blöd.
00:23:57: warum mache ich das?
00:23:58: weil ich aber eigentlich nur so aufgeregt war, wenn die Klausurenphase vorbei war.
00:24:02: Aber wieder alles gut!
00:24:03: Also das Studiengang selber hat mich jetzt nicht aus der Bahn geworfen, auch in die Klaussurenzeit.
00:24:09: Das ist natürlich auch jetzt ... Wenn man längere Zeit jetzt aufs Lernprozess raus ist oder dem so mal guten Lern-Prozess, wo auch so viel Stoff auf einwartet noch einmal da anpacken muss, dass es schon wirklich eine ... sehr anspruchsvolle Leistungen und das, was du auch super gemeistert.
00:24:28: Das ist ja auch das, wenn wir es in den Pilotpraxen gucken die das Happy-Projekt mit uns zusammengestalten... Ist das ja auch sehr interessant?
00:24:36: Das sind jetzt tatsächlich, vielleicht korrigierst du mich aber ich denke zwischen zwanzig und Mittevierzig alle Jahrgänge vertreten, die der Studium auch gemacht haben.
00:24:46: Und das ist schon beachtenswert dass das so gut funktioniert und ich hoffe auch, dass du gut unterstützt bist worden bist und dass du da durchaus dann Dich das dann auch mal, wenn's man nicht so leicht war aufgemontert hat.
00:24:57: Absolut!
00:24:58: Ich hab mich gut aufgehoben gefühlt aber ... Das glaub ich ist der große Vorteil, wenn man schon eine Lehre gemacht und sich viel weitergebildet hat.
00:25:06: Das war ja bei uns der Großteil.
00:25:09: War jetzt auch schon Mama-Kinderfest im Leben.
00:25:13: Da ist man ganz anders auf fokussiert als wie wenn ich da von der Schule komme und denke, ja, das studiere ich jetzt mal.
00:25:18: Da isst man ja ganz anders drauffokussierend motiviert.
00:25:23: Es wird aber ja jetzt demnächst anders sein, dass man es eben auch direkt nach der Schulausbildung machen kann.
00:25:31: Ich persönlich bin da gar nicht so ein Freund von, weil ich gerade die berufliche Erfahrung sehr geschätzt habe und sehe was dann du jetzt zum Beispiel viele Dinge ... einschätzen konntest oder einfach wusste, was es häufig in der Aussatzpraxis ist.
00:25:48: Ein Diabetes ist eine Herzinsuffizienz und nicht irgendein Syndrome, das auch noch gelernt werden soll und weiß worum es da geht, was wir kontrollieren.
00:25:58: Das heißt, da ist schon so ne Menge Basis.
00:26:00: wissen da, was den Studierenden jetzt ja völlig abgeht
00:26:04: Hab ich erst auch so gesehen.
00:26:06: Mittlerweile bin ich ein bisschen ... Ja, wo ich mir sag, es ist eine Attraktivitätssteigerung von unserem Beruf.
00:26:12: Wir haben Fachkräftemangel und wenn man jetzt Abiturientinnen oder Abituryenten sagt hey das ist auch ne Möglichkeit du kannst jetzt kein Medizin studieren weil du einfach da nicht reinkommst bist aber extrem interessiert an diesen Bereich dann hast du jetzt die Möglichkeit zu sagen hey okay dann studiere ich Primary Care Manager hab mein MFA Ausbildung habe meine Vera und Bin quasi PC.
00:26:34: Das ist ja eine Wahnsinns-Entwicklung, wenn man sagt ich möchte in diese Richtung gehen.
00:26:40: Also da klar spielt die Berufserfahrung zum einen ... In meiner Gehorte war das die Voraussetzung.
00:26:47: Das haben sie jetzt halt geändert.
00:26:49: aber kann Vorteil sein den Fachkräftemangel MFA entgegenzugehen?
00:26:53: Sicherlich ist das ein Punkt.
00:26:54: dass es das Berufsbild der MFA Oder der Assistenzberufe in der Praxis, muss man vielleicht eher sagen verändert hat und erweitert hat.
00:27:03: Das ist auch gut so das sehe ich schon ganz genau so ja.
00:27:06: Happy praxis waren wir eigentlich schon ohne dass das Projekt gab gestartet aber wussten gar nicht so richtig wo uns das hinführen sollte.
00:27:14: Und da war natürlich das Angebot für die Pilotstudie und das Pilotprojekt eigentlich genau was wir so brauchten und machen wollten Weil wir da eine entsprechende Struktur mitbekommen haben neben der Finanzierung, was ja auch ganz gut ist.
00:27:31: Wo wir dann das umsetzen und überlegen können, das umzusetzen, was wir mit dir erreichen können?
00:27:38: Ja, da hat man so richtig Bock drauf fand ich also wo das rauskam mit dieser Pilotphase oder mit der Bewerbungsphase für Happy-Pilotisierung Da haben uns voll gesehen fand ich Also von Anfang an jedenfalls von meiner Seite her, dass ich gesagt habe diese Transformation da hab' ich Bock drauf.
00:27:55: Das ist ja auch eine sehr spannende Zeit geworden, wo wir unheimlich viel gelernt haben.
00:27:59: Also wohl für die Praxis aber auch im Prinzip am eigenen Horizont arbeiten konnten und es war ein sehr interessanter Austausch zwischen den Pilotpraxen, wie die verschiedenen Herausforderungen angehen.
00:28:12: Und das ist heute noch bis heute noch so und habe ich auch sehr genossen, das muss ich wirklich sagen.
00:28:22: Ich wollte dann noch mal darauf zurückkommen auf meine Frage, die ja sicherlich für viele Interessentinnen wichtig ist.
00:28:30: Wie die Finanzierung des Studiums ist?
00:28:33: Wir hatten ja gesprochen von der zeitlichen Belastung für Praxis, für einen selber, für die Familie und wäre jetzt vielleicht noch der wirtschaftliche Aspekt interessant zu hören wie das für dich gewesen ist.
00:28:44: Ja, der Studiengang ist nicht ganz billig muss man natürlich dazu sagen... Mittlerweile, das gab es bei mir nicht.
00:28:51: Stipendien von der AOK, also die gibt es jetzt aber bei mir gab's die noch nicht.
00:28:56: somit musste man sich halt überlegen ob ich kann selber finanzieren lasse oder frage ich meinen Arbeitgeber aber sich daran beteiligen möchte und dass ist dann immer individuelle Absprache.
00:29:09: Genau, also das ist ja schon mal auch fand ich jetzt auch gut.
00:29:12: uns hat es nicht getroffen.
00:29:13: Aber ich finde es für die nachfolgende Generationen schon ganz wichtig dass hier eine Beteiligung der Krankenkassen erfolgt ist.
00:29:23: Weil es natürlich schwierig ist, so eine Ausbildung zu finanzieren ohne dass man weiß, die sich in irgendeiner Form mal refinanziert.
00:29:33: Aktuell ist das dann ja sowieso nicht so sondern, dass es halt ein Invest in die Zukunft und ... So sehe ich Ausbildung generell und deswegen war das nie eine Frage, weil wir das unterstützen.
00:29:45: Aber ... Eine Herausforderung ist es schon und insbesondere dann auch vielleicht für Einzelpraxen eher schwieriger umzusetzen als für größere.
00:29:52: Und gerade da ist ja ein Punkt, was wir auch bei Happy im Prinzip ausprobieren wollten ob das auch für Einzelpraxen eine sinnvolle Investition sein könnte oder nur für Großpraxens.
00:30:06: Da sind wir eigentlich zu dem Ergebnis gekommen dass das durchaus der Fall ist wenn man das entsprechend umstrukturieren kann Und auch finanzieren kann und das ja mit der Förderung jetzt schon mal ein ganz guter Schritt.
00:30:18: Der nächste Schritt, der auch schon gegangen ist aber noch nicht ausreicht, ist die das entsprechende Vergütungen auch der dann beschäftigten PCM kommen.
00:30:26: Das ist im Werden, aber das ist auch ganz wichtig vor allen Dingen im Hinblick darauf dass wir ja letzten Endes uns das Ziel gesetzt haben Strukturen zu erproben, die mit demselben Praxispersonal die Anforderungen, die der demografische Wandel an uns stellt als Gesellschaft auch bewerkstelligen können.
00:30:47: Und das geht natürlich nur mit einer entsprechenden Finanzierung, mit einem entsprechenden Personaldecke und eine Ausbildungstiefe des Gesamteams.
00:30:55: Dazu kann man eigentlich nicht das machen was im Moment politisch passiert dass man die ambulante Versorgung anstatt sie zu unterstützen eher in der Vergütungssituation benachteiligt im Vergleich zu den Krankenhäusern und anderen Playern im Gesundheitswesen.
00:31:12: Ja, so dann.
00:31:13: jetzt wird mich noch eins interessieren.
00:31:15: du hast ja eingangs erwähnt dass du von deinen Eltern gezwungen wurdest eine MFA Ausbildung zu machen.
00:31:22: Du hast dich ja jetzt super entwickelt.
00:31:25: Und jetzt ist die Frage Bist du deinen Eltern noch böse?
00:31:28: Na, überhaupt nicht.
00:31:29: Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mich gezwungen haben.
00:31:32: Was es nicht heißt, meine Kinder zu irgendwelchen Berufen zwingen, weil ich denke das klappt.
00:31:37: Aber bei mir hat's funktioniert und ich bin unglaublich gern MFA.
00:31:41: Und jetzt natürlich auch PCM ... Denke ich über den Beruf sehr leidenschaftlich aus.
00:31:47: Was sich auch darin zeigt, dass ich ... weiterführend für alle PCMs mittlerweile kämpfe im Bundesverein und mich da sehr stark für die berufliche Entwicklung einsetze.
00:31:58: Somit dann kann meine Eltern alles richtig gemachte!
00:32:01: Aber wie geht's dir so als Arzt?
00:32:03: Als Hausarzt bist du da schon auch glücklich in deinem Beruf?
00:32:08: Ich bin mir in meinem Beruf sehr glücklicher.
00:32:10: Ich hab ja auch ein tolles Team Und wir haben noch viele Herausforderungen vor uns, v.a.
00:32:15: jetzt ganz aktuell durch das schon angesprochene Gesundheitsstrukturänderungsgesetz und da viel Arbeit vor uns.
00:32:24: aber gerade diese Möglichkeiten die uns als Happy-Projekt gegeben haben uns selber auszuprobieren und zu gucken welche Möglichkeiten haben wir so das Team mitzunehmen Das hat mir sehr viel Spaß gemacht.
00:32:38: beruhigt mich auch, dass ich sehr zuversichtig da bin.
00:32:41: Wenn es jetzt in eine ganz andere Richtung geht als wir das ursprünglich vielleicht mal gedacht haben.
00:32:46: Einfach uns auch an diese Situationen adaptieren werden und da auch mit zurechtkommen werden – auch wenn's in der Tat nervig und auch ungerecht
00:32:54: ist.".
00:32:55: Ja dann sind wir noch alle happy!
00:33:07: Hausärzte-bayern.de.
Neuer Kommentar